Die BSF 1 verlieren in der NRW-Klasse unglücklich mit 3,5:4,5 beim Tabellenletzten Bergneustadt

Denkbar knapp und etwas unglücklich verlor die 1. Mannschaft der Bergischen Schachfreunde im 8. Saisonspiel in der NRW-Klasse beim SV Bergneustadt/Derschlag.

Trotz des Fehlens von Spitzenspieler David Pieper und Mannschaftsführer Oswald Gutt fuhren wir optimistisch nach Bergneustadt. Wir hofften, mit einem Sieg die Abstiegsränge zu verlassen und im letzten Saisonspiel ein „echtes Endspiel“ um den Klassenerhalt gegen Bonn zu bekommen.

Dementsprechend motiviert gingen wir das Spiel an.

Stefan Bosbach, Manfred Harringer, Joachim Metzing, Hans-Josef Weiser und Ersatzspieler Stefan Gutt spielten nach spannenden und wechselhaften, jedoch ausgeglichenen Spielverläufen jeweils Remis.

 

Harm-Wulf Thelen hatte im Mittelspiel einen Bauer gewonnen und stand recht aussichtsreich. Mit guter Technik wandelte er den Mehrbauer um und brachte die BSF einen Bauernendspiel in Führung.

 

Blieben noch Philipp Gelsok und Ihr Berichtschreiber, Jochen Eilers, mit sehr komplizierten Stellungen in Zeitnot übrig.

Ich hatte die ganze Partie über eine vorteilhafte Stellung, da meinem Gegner die Eröffnung misslang. Schließlich lehnte ich das Remis Angebot ab und gewann einen Bauern, wonach sich aber eine offene und für beide Seiten gefährliche Stellung ergab. Leider unterlief mir in Zeitnot in gewonnener Stellung ein Fehler, so dass ich die Qualität und kurze darauf die Partie verlor.

Philipp hatte im Wolga-Gambit dank guter Vorbereitung eine aussichtsreiche Stellung erspielt und deutlichen Entwicklungsvorsprung. Leider gelang es seinem Gegner aber, die Stellung zu konsolidieren und sogar einen Bauern zu gewinnen. Nach langem Kampf musste sich Philipp im Turmendspiel schließlich geschlagen geben.

Jetzt stehen wir vor dem letzten Saisonspiel weiterhin auf einem Abstiegsplatz und können den Klassenerhalt nur noch theoretisch vermeiden. Wattenscheid müsste gegen den Tabellenletzten aus Hilden verlieren und wir müssten gegen Bonn Godesberg zeitgleich gewinnen. Viele wenn`s, aber wir werden sicherlich alles geben, um unseren Teil hier zu erfüllen. Und wer weiß….

Referent für Öffentlichkeit
Jochen Eilers

Unsere Zweite: Alles noch möglich im Aufstiegsdrama – Ein Bericht von Frank Lobbes

Der Wettkampf zwischen unserer Zweiten und der dritten Mannschaft des ältesten noch bestehenden Kölner Schachvereins, dem KSK Dr. Lasker 1861 e.V., sah beide Teams fast in Bestbesetzung. Während bei uns das zweite Brett wieder vertreten werden musste, traten unsere Gäste mit den gesetzten Spieler der ersten sieben Bretter an und brachten an Brett acht einen eifrigen Punktesammler mit. Zu den mehr als 260 Jahre Tradition der beiden Vereine gesellte sich die spannende Situation, dass der Sieger des Duells beste Karten im Rennen um den Aufstieg haben sollte. Die Konkurrenz blieb, wie bei Schachfreunden beste Sitte, auf den 64 Feldern. Der Umgang neben den Brettern war ausgesprochen angenehm und freundschaftlich. Hierfür unser Dank an alle Spieler unserer Schachfreunde von Lasker Köln!

Abwechslungsreich gestaltete sich die Wahl der Eröffnungen. Christian Heckötter verteidigte sich an Brett 1 gegen Christian Loeschcke französisch. Die Pirc-Verteidigung wurde am zweiten Brett bei Andreas Dreiocker (Weiß) gegen Sven Kröger und am fünften Brett bei Frank Lobbes (Schwarz) gegen Ralf Ledbetter gespielt. An den Brettern drei und sieben verteidigten sich die Lasker-Spieler Bosic Pericic (gegen Stefan Gutt) und Eckart Janknecht (gegen Thomas Kremer) mit geschlossenen Sizilianern. Wolfgang Preiß bekam es an Brett 4 mit dem starken Rene Hüllen und einem Damengambit zu tun und an Brett 6 spielten Wolfgang Krug und Martin Simon von Lasker Englisch.

 

Das achte Brett hatte unser Mannschaftsführer Christian Eberl heute Andreas Winckler überlassen, der gegen Hans Joachim Plitzner seine bevorzugte Eröffnung 1.b4, den Sokolskij-Angriff, auspackte. Zum Unglück für Hans Joachim ist die Geschichte dieser Partie damit schon fast erzählt. Der Schwarzspieler schoss einen kapitalen Bock, wie man ihn sonst nur aus Blitzpartien kennt, und verlor nach vier Zügen einen Turm. Die sofortige Aufgabe brachte Andreas den Punkt, von dem er nicht wusste, „ob ich mich darüber wirklich freuen kann“.

 

Die Eröffnungen wurden an sechs Brettern ziemlich sicher gespielt. Allein Wolfgang Krug verrechnete sich übel bei einer Angriffsvariante und konnte einen geopferten Offizier nicht wie geplant zurückgewinnen. Das konnte gegen Martin Simon, der in den vorangegangenen sechs Runden fünfmal gewonnen hatte, nicht gut ausgehen.

Nach 14 Zügen und einer theoretischen Diskussion, die komplett im Remisbereich lag, einigten sich die gesundheitlich angeschlagenen Ralf Ledbetter und Frank Lobbes auf eine Punkteteilung. An besseren Tagen wäre die Partie bestimmt eine der längsten geworden.

An den beiden Spitzenbrettern konnten Christian und Andreas beinahe simultan mit vorteilhaften Abwicklungen in schwierige Endspiele mit einem Mehrbauern abwickeln. Wolfgang an Brett vier konnte, nachdem er den Zentrums-Isolani von Rene Hüllen lange bearbeitet hatte, auch in ein chancenreiches Endspiel mit einem Bauernplus einlenken. Bei Stefan stand es noch ungefähr ausgeglichen, es drohte ihm aber eine Bauernwalze am Königsflügel, weshalb Boris Pericic das Remisangebot ablehnte. Thomas an Brett sieben kam irgendwie nicht weiter, und ich hatte das Gefühl, dass er den Zugriff auf die Partie langsam verlor. Wolfgang Krugs Durchhalten in verlorener Stellung war natürlich eine moralische Unterstützung für die Mannschaft, die Hoffnung auf einen halben oder gar ganzen Punkt blieb jedoch ein schwach leuchtendes Kerzchen.

Mit fortschreitender Zeit und sich anbahnender Zeitnot an manchen Brettern drohte der Mannschaftskampf zu kippen. Trotz Mehrbauern an den Brettern eins, zwei und vier roch es an den drei Brettern immer strenger nach Remis. Dazu wurde am dritten Brett der Druck gegen Stefans Königsflügel immer unangenehmer. Dann musste Thomas an Brett sieben seine Dame für einen Turm und einen Springer geben und kämpfte darum, die Stellung wenigstens geschlossen und damit verteidigungsfähig zu halten. Wolfgang Krug konnte den Offizier für den Preis von drei nicht aufzuhaltenden Bauern zurückerobern und gab den Widerstand nach bewundernswertem Durchhalten schließlich auf.

Als Stefan nach dreieinhalb Stunden etwas Angriffsdruck durch Bauerntausch mildern konnte, kam es überraschend am ersten Brett zum Friedensschluss. Christian konnte verhindern, dass sich das vormals vorteilhafte Endspiel noch zur Katastrophe entwickelt. Wolfgang Preiß hatte mittlerweile am vierten Brett zwar den Mehrbauern halten können, doch es waren nur noch ungleichfarbige Läufer auf dem Brett. Verlieren konnte er nach Augenschein nicht mehr, also versuchte er noch das Unwahrscheinliche. Kurios die Stellung bei Andreas am zweiten Brett mit einem Bauern mehr: Seine vier Bauern waren allesamt Isolanis. Da mehr nicht möglich ist, stellen wir die Einstellung des Weltrekords fest!

Es sah alles danach aus, dass die Entscheidung, ob wir noch ein Mannschaftsremis erreichen, an unserem Brett zwei hängt. Thomas Kremer konnte nicht verhindern, dass die weiße Dame in seine Abwehr eindrang mit seinen schwarzen Bauern „all you can eat“ spielt. Weiterer Widerstand war nicht möglich. Stefan hatte so viel abtauschen können, dass er und Boris Pericic sich mit jeweils Dame und Turm gegenüber standen, wobei der starke Lasker-Spieler noch immer Druck ausübte. Wie trügerisch, wie dramatisch, wie überraschend die 64 Felder, die eine eigene Welt bedeuten, immer wieder sein können – es waren nicht einmal fünf Minuten, in denen alles davon das Duell der Traditionsvereine beendete.

Beinahe gleichzeitig ergab sich, dass weder Andreas an zwei noch Wolfgang an vier ihre so chancenreiche Endspiele gewinnen konnten. Aber unser Ehrenmitglied Stefan Gutt hatte mit seinem Turm die offene f-Linie erobern können und drang über den vernachlässigten Damenflügel mit seiner Dame auf die zweite Reihe der weißen Verteidigung ein. Mit nur noch acht Sekunden auf der Uhr wiederholte er einmal die Züge.

Nach überstandener Zeitkontrolle war es dann nur noch ein Zug, der Boris vor die Wahl stellte, Matt zu gehen oder die Dame gegen Stefans Turm zu tauschen, um das Ergebnis ein paar Züge hinaus zu zögern. Seine faire Gratulation beendete den Wettkampf, der unter dem Strich ein Unentschieden sah.

Nun Ehre, wem Ehre gebührt: Lieber Stefan Gutt, Deine Zeit als – mit großer Zuneigung – betitelter Remiskönig ist offiziell beendet. Deine drei Siege aus den letzten vier Mannschaftskämpfen haben riesigen Anteil daran, dass wir am Aufstiegsplatz schnuppern dürfen!

Vielleicht hilft dieses Ergebnis vor allem Rodenkirchen und Porz, den direkten Mitbewerbern um den Aufstieg, mehr als Lasker oder uns. Rodenkirchen und Lasker führen mit 10 Punkten die Tabelle an, unsere Zweite und Porz stehen mit 9 Punkten dahinter. Das Restprogramm der Aufstiegsaspiranten, unsere Zweite inbegriffen, lässt alle Optionen, alle Konstellationen komplett offen.

Wir wünschen unseren Freunden von Lasker das Beste für die letzten beiden Spieltage. Mit einem verschmitzten Lächeln: Uns auch!

Zweiter Sieg in Folge für BSF 1 !! Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt wieder!

In der 6. Runde in der NRW-Klasse 4 kam es letzten Sonntag zum Kellerduell des Drittletzten (Hilden 1) gegen den Vorletzten (BSF 1), es stand also für beide Teams viel auf dem Spiel. Da unseren Gegnern ihr Spiellokal wegen einer Veranstaltung nicht zur Verfügung stand, wurde kurzerhand das Heimrecht getauscht. Zur angenehmen Atmosphäre trug einmal mehr unser Materialwart Karl-Heinz Steinhausen bei, der die Spieler mit frischem Kaffee, Gebäck und Snacks versorgte.

Nach den ersten Zügen bemerkte ich ein interessantes Detail: an allen Brettern gab es unterschiedliche Eröffnungen. Dawid vertraute mit Weiß seiner speziellen Antwort auf des Gegners Caro-Kann, mit dem er bereits gegen Wattenscheid einen schönen Sieg erzielt hatte. Stefans Kontrahent bevorzugte Flexibilität, was er mit der Wahl des Königsinders im Anzug unterstrich. Philipp wurde mit Skandinavisch konfrontiert, während Manfred seinen bevorzugten Nimzo-Inder gegen 1.d4 spielte. Eröffnungstheoretisch interessant gestaltete sich das Halbtarrasch-Damengambit, das Hans-Josefs Gegner wählte. Dass Harm-Wulf Französisch auf 1.e4 spielte, war nun wahrlich keine Überraschung, eher vielleicht Joachims 1.e4, was sein Gegner mit der Pirc-Verteidigung beantwortete. Last not least bekam ich es mit der Alapin-Variante im Sizilianer zu tun, wo sich bei mir leider schmerzliche Lücken in der Theorie offenbarten.

Nach zwei Stunden einigte man sich an Brett 2 auf Remis, für Stefan, der in dieser Saison mit den schwarzen Farben wahrlich gesegnet ist, sicher kein unangenehmes Resultat. Dawids Gegner zeigte ein gutes Eröffnungsverständnis und hielt die Partie im Gleichgewicht, das Remis war die logische Folge. Manfred stand im Laufe der Partie immer ein wenig gedrückt, hatte aber mit umsichtiger Verteidigung alles im Griff, Ergebnis ebenfalls Unentschieden.

Kurios war die Situation an den Brettern 3 und 7. Während sich Philipp im Endspiel mit einem Mehrbauern aber ungleichen Läufern abmühte, ergab sich bei Joachim genau die gegenteilige Situation: Minusbauer im Endspiel mit ungleichen Läufern. Beide Partien endeten folgerichtig Remis.

Undurchsichtig gestaltete sich der Kampf bei Hans-Josef am 5. Brett. Nach meinem Gefühl hatte der Hildener die Theorie in dieser Variante des Damengambits gut drauf, während Hans-Josefs Intuition ihm in dieser komplexen Partie half, das Remis zu sichern.

Während all dieser Remis-Serien hatte Harm-Wulf in „seinem Franzosen“ einen Bauern erobert, und wer ihn kennt, weiß, dass dies für den Gegner meistens einen tödlichen Nachteil bedeutet. So kam es auch, und BSF lag mit einem Punkt Vorsprung in Führung.

 

 

Tja, bleibt nur noch der Schreiber dieser Zeilen. Wie erwähnt, hatte ich mich schon länger nicht mehr mit dem „Alapin-Sizilianer“ beschäftigt, und so geriet ich in eine passive Stellung. Erste Rettungsmöglichkeit: Remisangebot, welches mein junger Gegner zu Recht ablehnte. Der Damentausch brachte mir etwas Linderung, doch immerhin konnte ich das Läuferpaar gegen Läufer/Springer sichern. Nachdem ich nun als letzter Akteur übriggeblieben war, hätte ein Remis einen knappen Sieg, ein Verlust jedoch ein 4:4 bedeutet. Diese Ausgangsposition veranlasste den Hildener, einen überhasteten Vorstoß am Königsflügel zu unternehmen, was zu einem weißen Bauernverlust führte.

Doch kurz vor der Zeitkontrolle unterlief mir ein Fehler, der Mehrbauer ging wieder verloren, und nach dem unnötigen Verlust eines weiteren Bauern stand ich im Turmendspiel auf Verlust. Doch was nun folgte, lässt sich am besten mit „Erfahrung trotzt Nachteil“ beantworten. Offenbar war sich mein Gegner zu sicher, er gestattete mir die Bildung eines zentralen Freibauern, der im Laufe der absoluten Zeitphase immer mehr an Bedeutung gewann, ebenso mein zentralisierter König im Gegensatz zum abgedrängten weißen Monarchen. Das Opfer des weißen Turmes gegen meinen Freibauern half nicht mehr, Sieg für mich und Endstand 5:3 für BSF!

Nach nunmehr zwei Mannschaftssiegen hintereinander haben wir wieder gute Chancen auf den Klassenerhalt!

 

Oswald Gutt

Mannschaftsführer BSF 1

Bergisch Gladbach, 18.02.2025

Die BSF 1 schaffen gegen die SG Solingen den 1. Sieg in der NRW-Klasse

Mit einem knappen, aber verdienten 4,5:3,5 Mannschaftssieg holten die BSF1 in der laufenden Saison in der NRW-Klasse ihre ersten Punkte und haben nun wieder Chancen im Abstiegskampf.

Mit  zwei Ersatzspielern traten wir gegen die 4. Mannschaft des Bundesligisten aus Solingen motiviert an und wollten den ersten Saisonsieg einfahren. Auch Solingen war etwas ersatzgeschwächt und es entwickelten sich sofort spannende Partien.

Stephan Bosbach an Brett zwei brachte uns nach knapp vier Stunden in Führung. In einer hochspannenden Partie mit gegensätzlichen Rochaden und beiderseitigen Königsangriffen hatte Stephan das bessere Ende für sich. Mit einem Opfer öffnete er die Königsstellung. Als sein Gegner in hochgradiger Zeitnot nicht die besten Züge fand, nutzte Stephan die Gunst der Stunde und zwang diesen zur Aufgabe.

 

Auch Hans-Josef Weiser spielte an Brett fünf ein klasse Angriffspartie. Zug um Zug baute er Druck auf und konnte schließlich in die gegnerische Stellung eindringen. Schließlich setzte er seinen Gegner sogar Matt.

 

 

Leider verlor Harm-Wulff an Brett sechs in der Eröffnung einen Bauern ohne Kompensation und später trotz zäher Gegenwehr im Endspiel die Partie.

Jochen Eilers, David Pieper, Andreas Müller und Philipp Gelsok spielten alle ungefährdete Remisen, wobei Philipp seinen jugendlichen Gegner lange mit einem Mehrbauern im Turmendspiel „knetete“

Routinier Manfred Harringer war es schließlich nach einem komplizierten Endspiel mit seinem Remis vorbehalten, den Sieg der BSF perfekt zu machen,

Durch den Sieg sind unsere Chancen auf den Klassenerhalt wieder deutlich gestiegen. Im nächsten Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Hilden könnten wir hierfür wieder einen großen Schritt machen.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Jochen Eilers

Brezelblitz 2024 bei den Bergischen Schachfreunden mit 23 Teilnehmern

Traditionsgemäß richten die BSF jedes Jahr zum Jahresabschluss vor Silvester ein Blitzturnier für die Mitglieder aus.  2024 folgten mit 23 Spielern eine große Anzahl von Mitgliedern der Einladung von Turnierleiter Philipp Gelsok.

 

Vorstandsmitglied Christian Eberl übernahm die Ergebnisverwaltung und die Siegerehrung. Trotz der vielen Ergebnismeldungen in kurzer Zeit behielt Christian die Übersicht und notierte alles souverän.

 

Materialwart Karl Heinz Steinhausen übernahm wie gewohnt die Verpflegung, so dass sich alle Teilnehmer in einer Pause mit Brezeln Kaffee stärken konnten. Es blieben wieder mal keine Wünsche übrig. Bei Essen ergaben sich viele anregende Gespräche zwischen den Teilnehmern.

Das Turnier fand wie immer in einer harmonischen und ausgelassenen Stimmung statt und es gab viele lustige Zwischenfälle. Um 00:30 Uhr wurde die letzte Partie beendet, wobei alle Spieler tatsächliche bis zum Ende durchhielten.

              

Die Ergebnisse sind zwar zweitrangig, werden aber aufgrund der Chronistenpflicht kurz aufgeführt. Es gewann Christopher Holzem ohne Niederlage vor Philipp Gelsok und dem stark aufspielenden Philipp Nichte.

Alles Teilnehmer waren vom schönen Ambiente des Turniers sehr angetan und freuen sich schon auf 2025.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Jochen Eilers

BSF III gewinnt mit 17:15 gegen die SG Porz 7, ein Bericht von MF Jürgen Hertling

Die 3. Mannschaft hat in der 4. Runde der Bezirksliga West gegen die 7. Mannschaft der SG Porz knapp mit 17:15 (4,5 zu 3,5) gewonnen. Der ganze Wettkampf hatte einen ungewöhnlichen Verlauf. Es fing damit an, dass die Hälfte der Gegner erst mit über 20 Minuten Verspätung eintraf. Solange hatten wir nicht gewartet, sondern mit 10 Minuten Verspätung angefangen. Aber schließlich waren doch alle Bretter besetzt und es entwickelte sich ein zäher Kampf.

Die erste beendete Partie gab es nach ca. 3 Stunden an Brett 3 mit einem Remis von Jürgen Hertling, der oft – ebenso wie seine Gegnerin – ziemlich lange Partien spielt. Für beide war es ungewohnt, dass ihre Partie zuerst zu Ende ging, aber das Remis entsprach der Stellung. Etwas später verloren kurz nacheinander Ingo Arnold (nachdem er einen großen Materialgewinn verpasst hatte) und Ulf Steinbach an den Brettern 5 und 4. Damit stand es 0,5 zu 2,5.

Als nächstes gewann Philipp Nichte mit souveränem Spiel an Brett 2 und es sah schon wieder etwas besser aus. Allerdings nur für kurze Zeit, denn Aaron Müller verlor an Brett 1 und es stand 1,5 zu 3,5.

Außerdem hatte Dieter Klein an Brett 6 mehrere Bauern weniger und keinen Ausgleich dafür, es sah also ganz nach einer Niederlage für ihn und für die Mannschaft aus. Aber er gab noch nicht auf. Außerdem liefen noch die Partien an Brett 7 und 8, wo Lisa Nölle und Michael Nölle als Ersatz spielten.

 

 

Dann gewann Michael seine Partie. Das war natürlich erfreulich, aber es sah trotzdem noch nicht nach einer Wende für die Mannschaft aus. Lisa hatte eine sehr scharfe Stellung mit beidseitiger Mattgefahr.

 

 

 

Dieter spielte unverdrossen weiter, und plötzlich machte sein Gegner einen großen Fehler und Dieter gewann einen Turm und damit die Partie, sodass es völlig unerwartet 3,5 zu 3,5 stand.

 

Also hing alles davon ab, was Lisa erreichen würde. Die Partie dauerte noch ziemlich lange. Zunächst hatte sie in dem heftigen Handgemenge die bessere Übersicht und gewann eine Figur. Aber das Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm sowie mehreren vorrückenden Freibauern auf beiden Seiten erforderte noch gute Nerven. Am Ende hat sie verdient gewonnen. Damit war die unwahrscheinliche Aufholjagd mit drei Siegen in den drei letzten Partien perfekt.

Jürgen Hertling
Mannschaftsführer BSF III

Die BSF 1 verlieren im 3. Saisonspiel in der NRW-Klasse 3:5 in Wattenscheid

Schachbund Nordrhein-Westfalen e. V.

 

Mit 3:5 Punkten mussten die BSF1 im 3. Saisonspiel in der NRW-Klasse in Wattenscheid eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Eigentlich wollten wir im Hinblick auf den Klassenerhalt hier punkten, zumal der Gegner leicht ersatzgeschwächt antrat.

 

Den einzigen Sieg holte Dawid Pieper am 1. Brett. In eine etwas besseren, aber sehr geschlossenen, Stellung nach der Caro-Kann Eröffnung opferte Dawid im Endspiel einen Springer für einen starken Freibauern. Nach weiteren genauen Zügen gab sein Gegner angesichts der drohenden Bauernumwandlung die Partie auf. „Ein sehr starkes Opfer“, erkannte sein Gegner  im Anschluss neidlos an.

 

Unsere Mittelachse mit Joachim Metzing an Brett sechs, Harm-Wulff Thelen an Brett fünf und Manfred Harringer an Brett vier holten gegen gleichstarke Gegner jeweils ein Remis.

Ich hatte am 8. Brett lange eine gewonnene Stellung, die aber nach einem Fehler von mir im Endspiel Remis ausging.

Stefan Bosbach, Oswald Gutt und Philipp Gelsok, der eine sehr spannende Partie spielte, verloren Ihre Partien nach langem Kampf.

Ohne Punktausbeute liegen wir nun auf dem letzten Tabellenplatz und es wird wohl schwierig, den Abstieg zu vermeiden. Bundesliga Ergebnisdienst

In den noch sechs ausstehenden Spielen werden wir noch alles geben und versuchen, die für den Klassenerhalt nötigen Punkte zu sammeln. Am  15.12 ist das nächste Heimspiel gegen den Zweitplatzierten Langefeld, was sicherlich nicht einfacher wird.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Jochen Eilers

Hans Friske Schnellschachturnier 2024 – Statement von Christopher und Thomas Holzem

                     

Hochmotiviert traten wir als Vater-Sohn-Duo beim 2. Hans-Friske-Schnellschachopen an. Vom Alter her liegen wir etwas mehr als 33 Jahre auseinander. Trotzdem hat Hans es zu Lebzeiten geschafft, uns beide – wie unglaublich viele andere Jugendliche – schachlich jeweils über viele Jahre zu begleiten und zu fördern.

Und das Turnier wurde dem Anlass gerecht: Ein großer, gut ausgeleuchteter Spielsaal, eine durchweg gelungene Turnierorganisation und sogar ein durchdachtes Verpflegungskonzept. Besonders gefreut hat uns, dass auch ein Teil der Familie Friske vor Ort war und dass während des gesamten Turniers per Beamer ein Bild von Hans an eine Saalwand geworfen wurde.

Ein besonderer Wink des Schicksals wurde uns in der letzten Runde zuteil, als wir beide (Christopher in der A-, Thomas in der C-Gruppe) jeweils mit Weiß an Brett 1 Platz nehmen durften. Dort zogen wir im Gleichschritt beide den Kürzeren – aber wenn wir ehrlich sind, dann ging es an dem Tag auch etwas weniger um die genaue Punktausbeute als sonst.

Ein großes Dankeschön an alle Engagierten der Bergischen Schachfreunden, die dieses tolle Turnier möglich gemacht haben. Wir sind uns auf jeden Fall sicher: Hans wäre auf diesen Tag in seinem Gedenken unglaublich stolz gewesen.

Thomas Holzem und Christopher Holzem